3 Gruppen von Schmerzmitteln – Überblick

geschrieben am 6 April, 2009, 10:51 am

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Schmerzmitteln. Die erste Gruppe sind einfache Schmerzmittel, welche auch unter dem Namen “nichtopioide Analgetika” bekannt sind. Zu dieser Gruppe gehören auch pflanzliche Schmerztherapeutika. Diese Schmerzmittel wirken dort wo der Schmerz durch Entzündungen entsteht und sind meist frei in der Apotheke erhältlich. Angewendet werden sie bei vorübergehenden leichten bis mittelstarken Schmerzen, wie Kopf- Rücken- und Menstruationsschmerzen. Ebenso haben sie eine fiebersenkende Wirkung und werden daher auch häufig bei Erkältung oder fiebrigen Infekten zur Besserung des Wohlbefindens eingesetzt. Chemische Bestandteile dieser Präparate sind Pyrazolone, Anilide, Essigsäuren, Salicylate, Keto-Enolsäuren und Propionsäuren.
Pflanzliche Heilmittel sind zum Beispiel Brennnessel und Pfefferminze, welche Entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken oder die Gewürznelke, welche bei Zahn- und Halsschmerzen zur Besserung beiträgt.

Die zweite Gruppe sind starke Schmerzmittel, welche nur durch den Arzt verschrieben werden dürfen. Diese wirken im zentralen Nervensystem, wo die Schmerzsignale verarbeitet werden. Daher sind diese auch unter dem Namen “zentral wirksame Analgetika” bekannt. Diese Analgetika werden zum Beispiel bei starken Zahn- und Rückenschmerzen angewendet, aber auch nach Operationen und Unfällen. Die meisten dieser Präparate unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Da diese Medikamente bei unsachgemäßer Verwendung zur Sucht führen können müssen Ärzte und Apotheker bei der Verschreibung und Vergabe einer strengen Dokumentationspflicht nachgehen.

Betäubende Mittel sind die dritte Art der Schmerzmittel, welche vorwiegend beim Zahnarzt benutzt werden. Diese Präparate wirken örtlich und werden daher auch als “Lokalanästhetika” bezeichnet. In die Nähe der Stelle wo der Schmerz beim Eingriff entsteht wird das Mittel injiziert, welches die Schmerzleitung zum Gehirn vorübergehend unterbricht und somit den Schmerz für eine bestimmte Zeit betäubt. Angewendet werden diese Lokalanästhetika aber auch in Form von Halstabletten, welche den Hals- und Rachenbereich solange Betäuben bis eine Besserung eintritt oder als Salbe bei Impfungen von Kindern um die Injektionsnadel schmerzfrei zu machen.

Bei Verwendung von Schmerzmitteln kann es zu Nebenwirkungen komme welche in Art, Stärke und Dauer variieren können. Während bei der ersten Gruppe der Analgetika am häufigsten Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten, führen die zentral wirksamen Analgetika oft zu Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schwindel, Benommenheitsgefühl oder Erbrechen. Des weiteren machen diese Mittel bei Verwendung verkehrsuntüchtig, sodass in der Zeit des Einnehmens auf das Bedienen von Maschinen und Autofahren verzichtet werden muss.

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Thema : Gesundheit und Medizin


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